DAS BIN ICH
  Hexenkult
 

                                                                                   

                                

                                                                             



Nach einer Theorie wurde dargestellt, dass es sich bei den Hexen um  eines gegen die christliche Kirche gerichteten Kultes evtl gehandelt haben . In einer Ausstellung verband man das Frauenbild, welches sich bei griechischen und römischen Muttergöttinnen zeigte. 

                           

Die Jungfrau Maria einerseits und die "Hexe" andererseits erschienen dabei wie Überreste negativer und positiver Aspekt der  Diana oder Artemis. Damit wurde die Behauptung aufgestellt, die "Hexensabbate" könnten Überreste alter Natur-  gewesen sein.                                   

Am Ende des 19. Jahrhunderts behauptete Charles Leland, ein britischer Forscher, dass seine italienische Freundin Maddalena Angehörige eines uralten Fruchtbarkeitkultes sei. Maddalena, die sich selbst zur  „strega“ (Hexe) bezeichnete, übergab ihm ein „Evangelium der Hexen“ .                            

In Versform wird darin beschrieben, dass die italienischen Hexen ihre Zauberei für die Befreiung der Bauern von der Zinsknechtschaft und allgemein für die Abschaffung jeglicher Unterdrückung kämpften . Außerdem werden die Sabbate dort als Feste beschrieben, auf denen die „Hexenkönigin“ und römische Göttin Diana verehrt wird.

Hexensabbate sind weder wilde Orgien, die Blutopfer fordern,  noch Satanstische oder magische Rituale. Dies ist ein Zerrbild, das von Inquisitoren in der Zeit der Hexenverfolgung und in schlechten Horrorfilmen verbreitet wurde. 

Die Sabbate sind die Feiertage der Hexen, an denen sie sich mit den Energien des Kosmos und den Göttern verbinden.

Samhain ist ein alter Keltischer Feiertag. Für Kelten und Hexen ist dies der Beginn eines neuen Jahres. Samhain ist ein Sabbat des Zurückblicken und des In-die-Zukunft-Sehens, des Opfers, und der Regenerierung.

Hexen blicken in dieser Nacht auf das alte Jahr zurück, um Bilanz zu ziehen.               

Die Zeit um Samhain herum ist das absolute Ende aller warmen Tage. Dies ist die Zeit, in der die Kälte tief in die Knochen zieht. In den Jahren bevor es Zentralheizungen gab, läutete Samhain schwere Zeiten ein. Es war die Zeit, in der Bauern alles Vieh schlachteten, das es nicht durch den Winter schaffen würde. In der Tat war Samhain ein Tag des Opfers. Die alten Kelten gingen sogar so weit, Menschen zu opfern  (Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei)

Die altgermanische Jul-Tradition wird immer noch in einigen Gegenden Deutschlands gefeiert. Die nur leicht geänderte, christianisierte Version, Weihnachten, findet einige Tage später statt. Für uns Hexen ist Jul von besonderer Bedeutung. Denn in dieser dunkelsten, kältesten Nacht des Jahres, wird das neue Licht wiedergeboren. Der  wird nun wieder in die Welt geboren. Nun ist es gewiss, dass die Welt um uns herum nicht wirklich tot ist, sondern nur schläft, sich wieder auf die Helle Hälfte des Jahres vorbereitet. Während die Eiche und die Birke völlig Blattlos sind, sind Tannen und Fichten noch in vollem Nadelkleid. Dies ist das Wunder des Jul-Sabbats. Der geschmückte Tannenbaum ist ein sehr alter heidnischer Brauch, und so ist auch das Geschenke geben.   

Zu Imbolc feiern Hexen das erste Sich-Rühren des Lichts. Zu dieser Zeit wird das "Hochzeitbett" der Göttin gemacht, in der sie sich zu Walpurgis mit dem Gehörnten lieben wird. Dies war die Zeit in der die Keltische Göttin Brigid verehrt wurde. Februar war auch der Monat der römischen Lupercalia. Die Priester Pans rannten zu diesem Anlass, nur mit einem Gürtel aus Ziegenfell bekleidet, durch die Straßen Roms und peitschten die Frauen der Stadt mit dem Riemen aus Ziegenleder. Dieses sollte ihnen Kindersegen versprechen. Es kann ihnen nicht so sehr missfallen haben, denn die römischen Frauen gingen für diese Gelegenheit, eines größeren Effekts zu liebe, selbst nackt auf die Straße. Imbolc ist also auch ein Sabbat der Fruchtbarkeit.            

Ostara ist die Frühlings Tagundnachtgleiche. Zu Ostara sind Tag und Nacht sind  gleich lang. Von nun an ist der Tag stets länger als die Nacht. Der Symbolismus des Ostarafests ist zweifaltig: dem Winter wird nun endgültig der Todesstoss versetzt, so dass der junge Lenz über das Land treten kann. Der ist nun der unbändige Jugendliche, der sich seiner Kraft mehr und mehr bewusst ist, sie aber noch nicht klug  benutzt. Er ist schön, stark, leidenschaftlich und wild. Er weiß aber, dass er sich von dem dunklen Vater völlig trennen muss, dass er auf seinen eigenen Füßen stehen muss. .

                         


Zu Ostara feiern wir zugleich Tod und Fruchtbarkeit.Da feiern den Tod des Winters, den man nun langsam satt hat. In manchen Gegenden Deutschlands werden zu Ostern deshalb auch Strohpuppen, die den alten Herrn Winter symbolisieren soll, verbrannt. Andere heidnische Osterbräuche in denen Feuer eine wichtige Rolle spielt sind Osterfeuer und Feuerräder.  Es wurden Osterfeuer auf allen Hügelkuppen im Land entzündet. Alle Acker, von denen das Osterfeuer gesehen werden konnte, sollten dadurch von den Göttern beschützt und gesegnet werden. Wagenräder, die mit Stroh umwickelt und brennend von Hügelkuppen gerollt wurden, kündeten den Sieg der Sonne über den Winter an.       

Der Fruchtbarkeitsaspekt des Ostarafests wird durch das Osterei symbolisiert. Das Ei als symbol  das Welt-Ei, Verjüngung, neu anfang , Wiedergeburt. Es ist das Universum, die Summe aller Seelen, die im Begriff sind, ihre Beschränkungen zu zerbrechen. Das Bemalen eiern und Suchen nach Ostereiern ist ein heidnischer Brauch. 

Zu Walpurgis feiern wir die heilige Paarung von Gott und Göttin. Diese  läutet dann auch endlich die Helle Hälfte des Jahres ein. Zu Walpurgis findet die harmonische Vereinigung von Gegenteilen statt. Die lichte Göttin und der dunkle Gehörnte Gott bekriegen sich nicht; sie ergänzen sich. Das Symbol dieses Sabbats ist der Maibaum. Der Symbolgehalt des Maibaums ist nicht schwer . Er ist natürlich ein Baum; ein Baum des Lebens. Auf der Ebene symbolisiert er als solches den Aufstieg der Seele, denn er verbindet Himmel und Erde. Aber der offensichtliche und wichtigere; Symbolismus ist sexuell. Der Maibaum ist das Glied, die Krone des Maibaums die Scheide.

Viele Hexenpaare finden es sehr romantisch, um Walpurgis herum sich zu vermählen .                   


Zur Walpurgis wird aber nicht einfach das romantische Element gefeiert. Es geht hier um die Vereinigung von verschiedenheiten. Wenn wir aber mit unserem Gegenüber vereinigen, dann finden tiefgreifende änderungen in uns statt. Wir müssen ein unbekanntes und oft gefürchtetes Territorium betreten. Wenn wir in unsere eigene Welt zurückkehren, dann haben wir etwas von uns dort zurückgelassen und wir haben etwas von dort mitgenommen           

Mittsommer ist der längste Tag des Jahres. Hexen feiern, auf der einen Seite, die Pracht der Sonne und freuen sich ihres Lebens. Auf der anderen Seite werden sie sich ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst gemacht, denn von nun an werden die Tage wieder kürzer. Dies entspricht in vieler Hinsicht dem Lebenszyklus.                                                

Zu Mittsommer feiern wir unsere Lebenskraft und gedenken zur selben Zeit unserer Sterblichkeit.         

                      

                                                                  

                                       

                    

                                                                 

 
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